Julies Epilepsietagebuch


Vorfall 1: Das ist aber komisch!

So fing alles an…
Vor 1 Jahr (März 2009) stand Julie auf der Wiese im Garten und zupfte sich einen Grashalm nach dem Anderen.
Was passiert wenn Hunde Gras fressen ist bekannt...nur war es am besagten Tag eben nicht wie immer.
Julie würgte und würgte und würgte...sie schwankte und hatte stark Mühe sich auf den Beinen zu halten...dann kam der Grasklumpen wieder raus und alles war gut.
Ich machte mir auch nicht wirklich Gedanken darüber, schob es darauf das ihr eben schlecht sei...
Fataler Fehler wie sich nicht viel später herausstellte.



Vorfall 2: So kenne ich sie gar nicht!

Wir sitzen ca. 4 Wochen später Samstags, nichts böses ahnend, am Frühstückstisch im Esszimmer bei meiner Schwester - Julie tummelte sich in den ersten Sonnenstrahlen auf der Wiese.
Eigentlich wollte ich nach dem Frühstück mit ihr eine größere Runde drehen…
Plötzlich steht sie an der Terrassentür mit weit aufgerissenen Augen und starrt uns alle an.
Ich kannte den Blick nicht von ihr, sah aber aus den 7 Metern Entfernung deutlich das etwas nicht stimmt – auch weil, gut sichtbar, weißer Schleim im Gesicht, am Hals und einer Körperseite hing.
Ich pfiff die Kinder zurück, die gerade auf sie zu rennen wollten und ging zu ihr.
Julies Reaktion verwirrte mich noch mehr.
Sie ging einen Schritt zurück und ich sah, dass sich ihr der Kamm aufstellte…so als ob sie mich nicht erkennt.
Erste Reaktion von mir: Tür zu und hinter der Tür aus sicherer Entfernung gucken.
Julie drehte sich um und schwankte davon.
Ich rief sofort die Tierärztin im Ort an und fragte ob sie vorbeikommen könnte aber Fehlanzeige – ich solle zu ihr kommen – obwohl ich darauf hinwies, dass ich Julie im Moment nicht mehr einzuschätzen weiß.
Also schnappte ich mir eine Leine und ging todesmutig, mit zitternden Beinen und Julies Namen rufend in den Garten.
Mein Schwager stand bereits auf der Terrasse und streichelte meine Hündin, die auf den ersten Blick wieder ganz normal war aber auf den zweiten Blick benommen und unkoordiniert wirkte.
Ein Blick auf die Wiese verriet mir, sie hatte wieder Gras erbrochen.
Ich legte ihr die Leine um und verfrachtete sie ins Auto, was sich allerdings als schwieriger erwies als üblich da sie die Beine irgendwie nicht wirklich unter Kontrolle hatte.
Also hiefte ich 30 Kilo Hund in den Kofferraum um schnellstmöglich in die Praxis zu kommen.
Die plötzliche Wesensänderung, ihre Schlappheit und wieder einmal das Erbrechen deutete die Tierärztin als mögliche Vergiftung und nahm ihr Blut ab.
Das Blut war wässrig und hell…das bestärkte die Tierärztin in ihrer Vermutung sie hätte eine Vergiftung und gab meiner Hündin ein paar Spritzen mit Gegenserum, die sich Julie auch ohne Murren geben lies.
Sie war schon immer ein Vorzeigehund beim Tierarzt – ein wahres, großes, schwarzes Lämmchen.
Julie ging es kurze Zeit später sichtlich besser, sie benahm sich fast normal.
Sie hatte enormen Durst und folgte mir ohne eine Minute Ruhe zu finden aber auch das legte sich innerhalb der nächsten 30 Minuten und ich hatte danach Zeit mir darüber Gedanken zu machen was sie vergiftet haben sollte.
Ich fand keinerlei Spuren oder Anhaltspunkte was sie außer dem Gras gefressen haben sollte und Gras ist bekanntlich nicht giftig außer man düngt mit dem falschen Mittel…und selbst das tun wir nicht, allein schon wegen den Kindern, die da ja auch spielen wollen.

Das Blutbild kam 2 Tage später und zeigte keinerlei Anomalitäten.
Alle Werte waren optimal und keineswegs besorgniserregend.
Ein einziger Wert war einen Tick über den Normalwert und der hätte laut Tierärztin auf eine leichte Vergiftung hindeuten können…
Auf meine Frage ob es auch ein epileptischer Anfall gewesen sein könnte (wegen dem Speichel und dem Verhalten) wurden nur ratlos die Schultern gezuckt und ein müdes: „Epilepsie ist schwer fest zu stellen…“ von sich gegeben.
Ratlos war sie ebenso wie ich und so zog ich von Dannen ohne eine Antwort.

Gegenmaßnahmen:
Was macht man wenn man eigentlich weiß, dem Hund geht es schlecht wenn er auf Gras erbrechen muss?
Die einzig logische Schlussfolgerung von mir: Ich vermeide, dass sie etwas zu sich nimmt was sie in diese Situation bringt.
Das funktionierte wunderbar – 3 Monate.
Man wird vielleicht leichtsinnig wenn man keine Ahnung hat wo das Problem ist und es plötzlich wirklich verschwunden ist weil man eine einzige Vorsichtsmaßnahme einhält.
Vielleicht hatte ich es auch verdrängt, als ich Julie in den Garten lies vor dem Fressen weil ich schnell nochmal was einkaufen musste.
Ich stand gerade an der Kasse, da klingelte mein Handy…



Vorfall 3: Der Anruf!


Meine Schwester rief mich völlig aufgeregt an, ich müsse schnell zurückkommen, Julie liegt vorm Schwimmbecken und krampft.
Bei mir läuteten alle Alarmglocken – doch Epilepsie???!!! -
Ich stand zum Glück schon bis vorne an der Kasse, hatte nur 10 Minuten Heimweg mit dem Auto.
Mir schossen tausend Sachen durch den Kopf und ich wusste nicht was mich erwarten würde wenn ich ihr plötzlich gegenüber stehen würde.
Würde sie mich erkennen?
Wird sie wieder einen Kamm stellen und mich fixieren?
Ich hätte mich dafür ohrfeigen können sie im Garten gelassen zu haben ohne ein Auge darauf haben zu können was sie tut.
Ich öffnete vorsichtig das Gartentor und Julie kam mir gleich entgegengelaufen.
Wieder etwas schwammig in der Bewegung aber sie freute sich.
Ich war verwirrt, sie war wieder voll weißem Schleim im Gesicht und an der einen Körperhälfte.
Der Po war trocken, wusste ich doch eigentlich, dass Hunde während einem epileptischen Anfall Urin verlieren.
Natürlich fand ich wieder einmal einen erbrochenen Grashaufen… und war so schlau wie vorher.

Nach diesem Vorfall war Ruhe und wir konnten den Sommer genießen.
Ich achtete penibel darauf, dass Julie kein Gras frisst und es schien zu funktionieren.
Bis in den Herbst hatten wir tatsächlich nichts mehr, was besorgniserregend gewesen wäre.



Vorfall 4: Der Tag der Gewissheit – der erste richtige epileptische Anfall den ich miterlebte


Julie erhob sich langsam von ihrem Hundebett, fing an zu würgen und im selben Moment als sie ein Stück Rinderhautrest erbricht, den sie mal wieder unzerkaut geschluckt hatte, fällt sie wie ein Stein um, krampft und uriniert.
Mir ist fast das Herz stehen geblieben.
Hilflos stand ich da, geschockt vom Anblick meiner Hündin, es sah so grausam aus.
Was soll ich tun?
Warum ausgerechnet sie?
Ich zitterte am ganzen Körper, wusste, dass sie nichts mitbekommt und rief trotzdem ständig ihren Namen in der Hoffnung sie beruhigt sich etwas durch meine Stimme.
Der Krampf dauerte nicht lange, vielleicht 10 Sekunden, aber dann lag sie auf der Seite und rannte was das Zeug hielt.
Ich versuchte sie immer wieder zu beruhigen, streichelte sie, schaute, dass sie sich beim wilden Rudern nicht verletzt.
Nach 2 Minuten (die mir wie Stunden vorkamen) war der Spuk vorbei und sie konnte aufstehen.
Sie fixierte mich wieder und stellte ihr Rückenfell auf.
Mir wurde heiß und kalt, hatte ich doch keine Ahnung was sie als Nächstes tun würde… Horrorgeschichten hatte ich bereits genug gehört während meiner Tierheimarbeit.
Julie beruhigte sich recht schnell wieder, fixierte mich nicht mehr und ihre Augen waren nicht mehr so panisch aufgerissen.
Die Unruhe jedoch, die ich ja nun schon von den anderen mysteriösen Vorfällen kannte, blieb.
Julie rannte unaufhörlich die Wohnung auf und ab…hatte Durst und versuchte die Küche nach essbaren Sachen zu durchwühlen.
Es half nur noch sie an die Leine zu nehmen und ein Stück mit ihr zu laufen, danach legte sie sich hin als ob nichts gewesen wäre.
Nun hatte ich Gewissheit, sie hatte einen epileptischen Anfall.

Meine nächste Reaktion war: Tierärzte anrufen.
Je mehr Infos ich habe desto besser kann ich handeln – so meine Theorie.
Ich fiel damit auf die Nase und wurde von allen Tierärzten damit abgefertigt:
„3-4 Anfälle im Jahr sind ok, mehr dürfen es aber nicht werden, melden Sie sich wenn es soweit ist! Mehr als Ruhe bewahren können Sie jetzt nicht“
Das war die grobe Zusammenfassung aller Gespräche.
Ich klemmte mich hinters Internet und auch da las ich immer wieder, dass man nur Medikamente geben sollte wenn die Anfälle regelmäßig sind und mehr als 3-4 mal im Jahr.
Meine Verunsicherung wich zwar langsam aber Zweifel hatte ich immer noch ob ich das Richtige tue wenn ich abwarte und auf den nächsten Anfall warte.


Der 2. Anfall

Der sollte auch nicht lange auf sich warten lassen.
Aus meiner eigenen Unachtsamkeit schaffte es Julie sich im November 2009 ein paar Walnüsse zu klauen.
Wir waren nur kurz außer Haus und als wir zurück kamen war schon einiges an Nüssen verzehrt.
Die Nussschalen lagen überall verstreut und die Nuss war überall fein säuberlich raus geschält.
Nach 1 Tag war noch nichts, sie schied die Nüsse auf anderen Wegen wieder aus und ich hoffte nur, dass das jetzt alles war.
Nun, man sollte nicht zu früh hoffen…
Am 2. Tag Mittag war ich nur kurz im Keller und hörte schon bei der ersten Treppe einen riesen Krach in meiner Wohnung.
Ich dachte erst die Hunde würden spielen und im Flur rumhüpfen, ich hörte nur Krallen auf dem Laminat und mächtige Schwanzschläge zwischendurch.
Ich rannte in die Wohnung und Julie lag wieder rennend auf der Seite, der Krampf war schon vorbei.
Allerdings mischte sich zum Nusserbrochenem, Speichelschleim und Urin nun auch noch Blut und es kam definitiv aus Julies Schnauze.
Sie hatte sich beim Krampfen wohl etwas an der Zunge verletzt aber die Blutung stoppte auch sofort wieder und war kaum sichtbar.
Ich redete mit Julie, die immer noch wild strampelnd im Flur lag und zu winseln anfing.
Hilflosigkeit überschwappte mich, ich wollte ihr so gerne helfen und dabei schossen mir die Tränen in die Augen.
Ich fing an alles Nasse um sie herum aufzuwischen was ging, damit sie auf dem schmierigen Boden nicht ausrutscht beim Aufstehen.
Sie hatte es nach dem Anfall auch so schon richtig schwer auf die Beine zu kommen.
Nach ihrem ersten misslungenem Versuch lag sie langestreckt auf dem Bauch und fixierte mich wieder mit aufgestelltem Kamm.
Kaum stand sie, ging die Rennerei wieder los und ich lief erst einmal ein Stück mit ihr damit sie sich beruhigen konnte.



Der 3. Anfall


Ziemlich genau 1 Monat später hatten wir das Selbe noch einmal mit einem Stück Rinderhautknochen.
Und wenn man es nun genau nimmt (mit dem Anfall den nur meine Schwester sah) waren das 4 erkennbare epileptische Anfälle von März bis Dezember.



Das neue Jahr – Neue Erkenntnisse

Ich behielt das alles trotzdem im Auge.
Im Januar 2010 erwischte es meinen Lebensgefährten am Wochenende als ich arbeiten musste.
Es war das gleiche Schema wie immer, aber diesmal erbrach sie nur Galle bevor sie umfiel.
Wir hatten also keinen größeren Übeltäter der es auslöste wie sonst.
Im Februar 2010 waren morgens gerade alle an die Arbeit gefahren als meine Schwester mich anrief, es wäre so ein großer Krach bei mir, ob noch jemand da wäre.
Sofort wusste ich was los was aber ich konnte nicht von der Arbeit weg, war auch viel zu weit weg von daheim und rief sofort meinen Lebensgefährten an der gleich darauf los fuhr um zu sehen was passiert ist.
Als er ankam war alles schon vorbei und er versuchte wenigstens die Unordnung etwas zu beseitigen.
Auch an dem Tag war nur erbrochene Galle zu finden.

Ich schaute auf meinen letzten Kalendereintragungen nach wann die letzten Anfälle genau waren und stellte mit Erschrecken fest, dass es 4 Anfälle in 4 Monaten waren und immer ziemlich in der ersten Monatswoche.
Wie es mir in den ersten Tagen im März 2010 ging vermag ich gar nicht zu beschreiben.
Aber nichts deutete darauf hin, dass es Julie irgendwie schlecht gehen würde.
Ich hoffte noch immer diese monatlichen Anfälle wären eine Ausnahme und es würden sich die Abstände wieder erweitern.
Aber es kam dann doch anders.


Es war Freitag, der 05.03.2010 an dem sich sogar das ganze übliche Schema änderte.
Wir saßen abends da und redeten als Julie plötzlich ohne Vorwarnung aus dem Schlaf einen Anfall bekam und von ihrem Hundebett fiel.
Der Krampf allein dauerte diesmal mit Sicherheit eine knappe Minute, es kam mir ewig lang vor und sie konnte sich überhaupt nicht mehr beruhigen als sie wieder wild strampelnd am Boden lag.
Nach 10 Minuten versuchte sie aufzustehen aber es klappte nur kurz und sie fiel wieder mit voller Wucht auf den Boden.
Ich stellte mich hinter sie, damit sie beim Aufstehen nicht rutscht und einen Halt hat.
Da saß sie nun angelehnt zwischen meinen Beinen und fixierte mich von unten mit weit aufgerissenen Augen.
Ich versuchte sie so gut es ging zu ignorieren und entfernte mich langsam wieder hinter ihr.
Ihr Rückenfell war wieder aufgestellt und ich war mir unsicher wie lange man so etwas einem Tier zumuten sollte.
Klar, es ist eine Krankheit die einigermaßen behandelbar ist aber es tut einem selbst so weh wenn der Hund mit gefletschten Zähnen und total verkrampft am Boden liegt und danach laut winselnd nach Luft schnappt.



Sonntag , 21.03.2010 (2.00 Uhr morgens!)

Mitten in der Nacht tut es einen uns mittlerweile bekannten Schlag, gefolgt von Kratzen und Schwanzschlagen auf dem Laminat.
Julie hat 0.00 Uhr noch friedlich geschlafen als wir ins Bett gegangen sind und ist demnach wieder einfach vom Hundebett gefallen.
Diesmal habe ich gar nichts gemacht.
Ich stand neben ihr und habe, mit der Leine bewaffnet, gewartet bis es vorbei ist.
Und irgendwie hatte ich endlich mal das Gefühl es ist richtig.
Je mehr ich an ihr rumgestreichelt habe oder sie versucht habe zu beruhigen umso schlimmer fixierte sie mich wenn sie langsam zu sich kam.
Nach diesem Anfall gar nicht!
Sie kam recht schnell aus diesen Verkrampfungen und konnte wieder aufstehen.
Mein Lebensgefährte ging noch 30 Minuten mit ihr spazieren weil sie einfach keine Ruhe fand und ziellos in der Wohnung umher rannte.
Danach legte sie sich hin und schlief kurz darauf wieder ein.

Da die Kastration und Wolfskrallen-OP bei unserer 1 jährigen „Ginger“ nun schon für Freitag den 26.03.2010 anstand, nahmen wir Julie gleich mit.
Ich schilderte dem Tierarzt meines Vertrauens das Problem und für ihn gab es da keine Diskussionen, dass Julie unbedingt per Medikament geholfen werden müsste bevor es noch schlimmer wird.
Samstag konnte ich die Medikamente abholen und seit 4 Tagen bekommt sie:

2 x ¼ täglich Luminal 100mg

Und für den Fall der Anfall dauert zu lange:

Diazepam Destin rectal tube 5mg (wird während einem Anfall rektal verabreicht)



30.03.2010

Luminal - Gabe seit 27.03. – das sind jetzt 4 Tage und ich konnte an Julie keine großartigen Veränderungen feststellen, außer dass sie noch mehr Heißhunger als üblich zu verspüren scheint.
Raschelt in Küchennähe was, kommt sie sofort angerannt, egal ob sie kurz vorher erst etwas gefressen hat oder im Tiefschlaf selig vor sich hin grunzte.
Die Angst wie der nächste Anfall sein wird ist natürlich trotzdem da.
Vor allem wann!
Der März ist rum und ich habe keine Orientierung ob es jetzt im 2 oder 4 Wochentakt weitergeht…
Vielleicht verschiebt es sich durch Luminal nun wieder nach hinten und wir bekommen größere Abstände.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.



01.04.2010


Unser Leben mit Luminal hat begonnen…nein, kein Aprilscherz!
Ich glaube sie denkt mittags schon wieder ans Abendessen und ist eigentlich kaum noch auf ihrem Platz zu halten sobald sich jemand auch nur in Richtung Küche bewegt (sie war schon immer verfressen aber DAS was hier abgeht ist echt anormal).
Mehr Nebenwirkungen kann ich derzeit - nach 6 Tagen - nicht beobachten aber ich weiß auch nicht wann der nächste Anfall kommt.
(Julie hat zwar plötzlich eine Bindehautentzündung bekommen aber ich kann nicht genau sagen ob es eventuell was mit dem Luminal zu tun hat - da hilft nur beobachten und Augentropfen in die Rehäugelein tröpfeln.)
Ich sitze bereits in den Startlöchern und rechne jede Minute damit, dass es wieder los geht … und trotzdem mit der Hoffnung, dass Luminal den nächsten Anfall wenigstens etwas verzögert und wir vielleicht sogar mal diesen Monat ganz Ruhe haben.
Die Tabletten sind geviertelt, also Minimaldosis für einen 30 Kilo Hund… ich mache mir echt Sorgen was passieren wird wenn wir die Dosis erhöhen müssen weil sie zu schwach ist.
Beim Heißhunger würde es dann, laut Internetberichten, wohl nicht mehr bleiben.



07.04.2010

Nun haben wir seit 12 Tagen Luminal und bis jetzt keinen neuen Anfall verzeichnen können.
Julie geht es bestens, ihre Bindehautentzündung ist auch fast weg.
17 Tage ohne Anfall ist zwar nicht die Welt aber es gibt uns Hoffnung, dass sie nicht im 2 Wochen-Takt zusammen bricht.


20.04.2010

30 Tage ohne Anfall und Julie scheint es richtig gut zu gehen.
Sie genießt es bei dem Wetter in der warmen Sonne zu liegen.
Ob Balkon oder Wiese ist ihr egal, Hauptsache Sonne!
Das Einzige was wirklich auffällig ist seit Luminal, dass sie schlechter aufstehen kann und wenn sie zu wild spielt, fällt sie auch mal hin in der Kurve ohne ersichtlichen Grund.
Trotzdem, wenn alles so bleibt, bin ich zufrieden.
Da schaue ich auch dezent über ihren dauernden Heißhunger hinweg.

20.04.2010 (Klappe die 2.)

Es war gerade mal eine halbe Stunde her, als ich meinen letzten Eintrag schrieb, da tat es einen Schlag und Julie knallte wieder von ihrem Bett runter und hatte einen Anfall.
Man sollte sich halt nicht zu früh freuen!
Sie läuft seit dem Anfall wieder sehr viel sicherer…vielleicht waren ihr Stolpern und Hinfallen…diese Tollpatschigkeit…erste Anzeichen?
Ich werde es im Auge behalten. Jetzt gucken wir vor allem in welchem Takt wir nun sind um die Luminaldosis anzugleichen.


04.05.2010

13 Tage sind rum...wenn heute kein Anfall mehr kommt haben wir wieder die 2 Wochen geschafft.
Im Moment bin ich am überlegen wie ich Julies Futter umstellen kann.
Sie ist ja super empfindlich und Durchfallgeschichten möchte ich ihr und mir gerne ersparen.
Momentan bekommen die Hunde MeraDog univit eingeweicht...aber der Getreideanteil darin ist nicht besonders Epileptikerfreundlich.
Werde mich also auch noch in der Hinsicht schlau machen.


05.05.2010

Heute war ich im Fressnapf und habe nach Futter ohne Getreide oder wenigstens wenig Anteilen darin gesucht.
Es ist echt kaum zu glauben, selbst die richtig teuren Marken haben alle massenhaft Getreide drin.
Ich habe mich heute für einen Sack von Markus Mühle entschieden.
Das Futter ist komplett in Pellets gepresst, kaum zu bewältigen für Gingers kleine Kiefer und ich möchte es doch beiden Hunden ermöglichen können
gesundes Futter zu haben!


Also eingeweicht...und es entstand ein undefinierbarer grauer Mus mit immernoch festen Brocken drin, trotz kochendem Wasser!
Naja...5-6 Pellets (insgesamt) gab es für die Hunde heute untergemischt und Julie reagiert sofort.
Durchfall ist es noch nicht aber es wird schon breiig...außerdem pupst sie wie verrückt...kann doch unmöglich von den paar Pellets kommen?
Nun, wir gucken mal wie es die nächsten Tage wird.


 

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